In den letzten Wochen vor dem Schulbeginn geht es in vielen Familien bereits ums Einstimmen. Die gewohnte Schlafenszeit kehrt langsam zurück, die Schulsachen werden hervorgeholt, und immer häufiger kommt zur Sprache, wie es wohl sein wird, wieder in den Kindergarten oder in die Schule zu gehen. Auch wenn man in dieser Zeit die letzten Sommertage noch auskosten sollte, können wir uns mit Hilfe von Spielen nach und nach auch auf den schulischen Alltag eingrooven.
Es ist jedoch nicht nötig, sofort Arbeitsblätter oder Schulbücher hervorzuholen. Ein gut ausgewähltes Brettspiel, Puzzle, Memo- oder Kreativset kann spielerisch dabei helfen, dass das Kind wieder länger aufmerksam bleibt, Regeln befolgt, nachdenkt, gestaltet und mit anderen zusammenarbeitet.
Wir zeigen, welche Spiele sich in den letzten Wochen vor dem Schulstart besonders lohnen!
Nach den langen Sommerferien ist es nicht unbedingt leicht, sofort wieder längere Zeit bei einer Aufgabe konzentriert zu bleiben. Memory-Spiele sind eine kurze, spielerische Beschäftigung, bei der Kinder gleichzeitig dazu angeregt werden, Details zu beobachten und sich zu merken, wo sie welche Karte gesehen haben.
Gerade vor dem Schulbeginn eignen sich Memory-Spiele mit kurzer Spieldauer besonders gut. Sie erfordern keine lange Vorbereitung und passen problemlos in ein gemeinsames Spiel von 10–15 Minuten nach dem Abendessen.
Im Sortiment finden wir neben klassischen Zuordnungsspielen auch komplexere, thematische Varianten.
Im Sommer wird oft eher kurz und spontan gespielt. In der Schule hingegen gibt es viele Situationen, in denen ein Kind eine Aufgabe zu Ende führen muss, auch wenn sie nicht in ein paar Minuten erledigt ist.
Puzzles können spielerisch genau darauf vorbereiten. Beim Puzzeln betrachtet das Kind gleichzeitig die Details und das Gesamtbild, probiert aus, macht Fehler und sucht dann nach einer neuen Lösung. Außerdem kann es im eigenen Tempo vorgehen, sodass es die Situation nicht als Leistungsdruck erlebt.
Ein Puzzle, das zum Alter passt, kann in den letzten Wochen vor der Schule eine gute Wahl sein – besonders dann, wenn das Kind gerne allein und vertieft mit einem Spiel beschäftigt ist.
Der Schulanfang bedeutet nicht nur, dass Kinder wieder länger konzentriert sein sollen. Sie begegnen auch neuen Aufgaben, Problemen und Regeln.
Mit Logikspielen lässt sich diese Art des Denkens ebenfalls spielerisch trainieren. Bei einer einfacheren Aufgabe sucht das Kind eine Lösung, probiert eine Möglichkeit aus und greift – wenn diese nicht funktioniert – zu einem anderen Lösungsweg.
Es lohnt sich, ein Spiel zu wählen, das zum Alter und zum aktuellen Interesse des Kindes passt. Das Ziel ist nicht, möglichst schwere Aufgaben zu lösen, sondern Freude am Nachdenken zu haben und Erfolgserlebnisse zu sammeln.
In der Kategorie der Förder- und Lernspiele auf unserer Webseite finden sich unter anderem Logik-, Memo-, Kreativ- und Denkspiele.
Gesellschaftsspiele können in der Zeit vor der Schule auch deshalb sehr hilfreich sein, weil alle Mitspielenden gemeinsam die Regeln einhalten müssen. Sie müssen auf ihren eigenen Zug warten, die Spielzüge der anderen im Blick behalten und akzeptieren, dass nicht jedes Spiel von derselben Person gewonnen wird.
Das sind alles Situationen, die auch in der Schulgemeinschaft häufig vorkommen.
Außerdem muss ein Brettspiel nicht zwingend als „Lernspiel“ konzipiert sein, um sinnvoll zu sein. Ein einfaches, altersgerechtes Spiel kann genauso gut passen, wenn das Kind Spaß daran hat und gerne mitspielt.
Im Hinblick auf den Schulbeginn sollte man nicht nur an Konzentration und Regelbefolgung denken. Auch das kreative Gestalten kann ein wichtiger Teil der Einstimmung auf die Schule sein.
Beim Malen, Basteln, Kneten, Perlenfädeln oder anderen kreativen Tätigkeiten führt das Kind kleine, präzise Bewegungen aus und kann gleichzeitig seine eigenen Ideen umsetzen.
In den letzten Sommerwochen bietet sich deshalb ein gemeinsamer kreativer Nachmittag besonders an. Es braucht kein großes Projekt: Es genügt, wenn das Kind ein Set auswählt, das es interessant findet, und dann in seinem eigenen Tempo gestaltet.
Je näher der Schulbeginn rückt, desto öfter stellen sich Eltern die Frage: Soll man im Sommer schon Buchstaben und Zahlen üben?
Die Antwort muss nicht unbedingt sein, dass extra Lernzeiten in den Tagesablauf eingeplant werden. Wenn sich das Kind für Buchstaben oder Zahlen interessiert, können diese ganz selbstverständlich spielerisch auftauchen.
In einem Buchstaben-Brettspiel können wir zum Beispiel Wörter suchen und Bilder mit Buchstaben verknüpfen, in einem Zahlenspiel hingegen gilt es Punkte, Schritte oder Karten zusammenzuzählen.
Spiele wie „Wir lernen spielend die Buchstaben“ können speziell für Kinder im Vorschulalter interessant sein: Das Spiel wird für 5–7-Jährige empfohlen und integriert neben den Buchstaben auch den Wortschatzaufbau in den Spielablauf.
Wichtig ist jedoch, dass auch bei diesen Spielen nicht die Leistung im Vordergrund steht. Wenn das Kind müde ist oder keine Lust hat, darf es jederzeit durch ein Gesellschaftsspiel, Konstruktionsspiel oder ein Programm im Freien ersetzt werden.
Bauspiele haben den großen Vorteil, dass man sie fast jederzeit hervorholen kann und es keinen einzig richtigen Weg gibt, wie man mit ihnen spielt.
Das Kind kann nach Vorlage bauen, sich eigene Konstruktionen ausdenken, etwas bereits Gebautes neu gestalten oder sich dazu sogar eine ganze Geschichte ausdenken. Dabei plant es, probiert aus und trifft Entscheidungen.
In den letzten Wochen vor der Schule eignen sich diese Spiele besonders für Kinder, die ein wenig ruhige, vertiefte Spielzeit brauchen.
In den letzten Wochen vor dem Schulbeginn müssen es keine stundenlangen Förderprogramme sein. Viel wichtiger ist, dass das Spielen nach und nach wieder in einen besser planbaren Tagesablauf zurückfindet.
Ein 10–20-minütiges Memory nach dem Frühstück, eine kurze Spielrunde am Nachmittag oder ein Puzzle vor dem Abendessen können völlig ausreichen. Wichtig ist, dass das Kind sich Schritt für Schritt wieder daran gewöhnt, sich für eine gewisse Zeit ruhig mit einer Tätigkeit zu beschäftigen.
Das kann besonders hilfreich sein, wenn der Tagesrhythmus in den Sommerferien völlig durcheinandergeraten ist.
In den letzten Wochen vor dem Schulanfang ist vermutlich dies das Wichtigste: Nicht jedes Spiel muss Lernen sein.
Kinder brauchen weiterhin freies Spiel, Bewegung, gemeinsame Familienaktivitäten und Erholung. Die spielerische Einstimmung funktioniert gerade deshalb so gut, weil sie sich nicht wie eine Pflichtaufgabe anfühlt.
Ein Memory-Spiel, eine gemeinsame Spielrunde, ein Puzzle am Nachmittag oder ein kreatives Projekt können gleichzeitig Unterhaltung bieten und Fähigkeiten trainieren, die auch in der Schule von Nutzen sind.
Wenn der erste Schulgong näher rückt, lohnt es sich, Spiele auszuwählen, die zum Alter und zu den Interessen des Kindes passen. Das Ziel ist nicht, dass es Ende August komplett auf „Schulmodus“ umschaltet, sondern dass der Übergang so natürlich und stressfrei wie möglich verläuft.

Wenn du noch auf der Suche bist, wie ihr die letzten Wochen vor der Schule gestalten könnt, lohnt sich ein Blick in die Kategorien Förder- und Lernspiele, Memory-Spiele, Gesellschaftsspiele, Kreativspiele und pädagogische und entwicklungsfördernde Spiele. So findest du leichter genau die Spiele, die nicht nur Spaß machen, sondern auch zum Alter und zu den Interessen deines Kindes passen.
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